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BotanikEmmer und Einkorn sind wie Dinkel sogenannte Spelzgetreide. Die Getreidekörner sind von einer fest umhüllenden Spelze eingeschlossen, die in dünne Grannen von einigen Zentimetern Länge auslaufen. Das Korn muss in der Röllmühle vom Spelz getrennt (geröllt) werden. An der Einkornähre reift aus jedem Absatz der Ährenspindel nur ein Korn, bei der Emmerähre sind es deren zwei. Der Emmer wird deshalb auch Zweikorn genannt. Emmer hat dickere Halme, breitere Blätter und schwerere Ähren als Einkorn. Von Emmer und Einkorn kennt man eine Vielzahl verschiedener Landsorten. Da beide Weizenarten nie züchterisch bearbeitet wurden, handelt es sich um eigentliche Populationen (Varietäten) mit einer breiten genetischen Variabilität. Emmer und Einkorn haben sehr lange Halme, ihre Standfestigkeit ist deshalb gering. Beide haben eine hohe Fähigkeit zur Bestockung. Gewisse Sorten können aus einem Korn bis zu 60 Halme ausbilden. Die in der Schweiz angebauten Sorten sind gegen Getreideblattkrankheiten wie z.B. Rost oder Mehltau äusserst robust. Aufgrund dieser Merkmale und dem geringen Nährstoffbedarf eignen sich Emmer und Einkorn vorzüglich für den extensiven, ökologischen Anbau auf trockenen und mageren Böden. Die Ertragserwartung liegt bei 19 bis 35 dt/ha (Vergleich Weizen bis 80 dt/ha).
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